Chronik

Die Entstehung

Die Gründung des Schülerrechenzentrums erfolgte nach einem Beschluss vom 4. Februar 1983 der Bezirksleitung der SED des Bezirkes Dresden. Danach war neben dem bereits bestehenden "Technischen Kabinett Mikroelektronik" das "Jugendobjekt Schülerrechenzentrum - Robotron" beim Pionierpalast Dresden aufzubauen. Das SRZ wurde als eine außerschulische Einrichtung der Abteilung Volksbildung der Stadt Dresden installiert. Als Rechtsträger war wie beim TKME der Pionierpalast Dresden vorgesehen. Im Schülerrechenzentrum sollten ausgewählte Schüler aus Dresdner Schulen, vorwiegend ab der Klassenstufe 7, auf dem Gebiet der Mikroelektronik und Informatik gefördert werden. In den Aufbau des Schülerrechenzentrums als außerschulische Bildungseinrichtung waren verschiedene Institutionen eingebunden, was die Beschreibung des Gründungsprozesses sehr schwierig macht. Neben dem Rat des Bezirkes Dresden waren auch das Kombinat Robotron, das Instituts für Polytechnische Bildung der Akademie der Wissenschaften, die Bezirksleitung der FDJ, der Rat der Stadt Dresden und der Pionierpalast Dresden eingebunden. Zusätzlich erfolgte die Einbeziehung wissenschaftlicher Einrichtungen der Stadt Dresden, wie der Technischen Universität, der Pädagogischen Hochschule und der Ingenieurhochschule. 
 
Neben dem bereits bestehenden "Ausstellungsraum" des TKME in der 10. POS folgte in den Sommerferien 1983 die Einrichtung von zwei weiteren Räumen mit Arbeitstischen und entsprechenden Installationen durch Mitarbeiter des Pionierpalastes. 
 
Die technische Ausstattung wurde vom VEB Bürotechnik Dresden (BTD) unter Mitwirkung der Betriebe VEB Robotron-Messelektronik (MKD) und VEB Robotron-Elektronik Dresden (RED) geleistet. Um den Unterricht des SRZ zu begleiten und zu unterstützen, gründeten diese Betriebe am 17. Januar 1984 ein Konsortium, mit dessen Leitung der VEB Robotron-Bürotechnik Dresden beauftragt wurde. In diesem Gremium wurden neben dem "Gesellschaftlichen Rat" bis 1989 die Schwerpunkte für die Arbeit am SRZ festgelegt. 
 
Die technische Erstausstattung bestand aus: 
  16 Taschenrechnern MR 609, 
  5 Tischrechnern K 1003, 
  5 Polycomputern, 
  1 Bildschirmcomputer A 5120 und 
  1 Industrieroboter PHM 1. 

Durch das Kombinat Robotron erfolgte eine laufende Modernisierung und Wartung der Erstausstattung. Durch Neuanschaffungen, wie beispielsweise Personalcomputer, Typenraddrucker, Matrixdrucker und Plotter, wurde die Technik ständig erweitert und ergänzt. Im Jahre 1989 standen den Schülern auch einige "Schneider PC" zur Verfügung, die auf großen Umwegen angekauft worden waren. 
 
Um interessierte Schüler zu finden, warb man in allen Schulen der Stadt Dresden. Für diese war ein vierjähriger Kurs am SRZ in den Ausbildungsgebieten Informatik und Mikroelektronik vorgesehen. Als weitere Perspektive stand die Möglichkeit offen, beim VEB Kombinat Robotron eine Berufsausbildung mit Abitur aufzunehmen. Auch ein Übergang nach der 8. Klasse in die Spezialschule "Martin-Andersen-Nexö" in Dresden bei gleichzeitigem Besuch des Schülerrechenzentrums war möglich. 
 
Zu Beginn des Schuljahres 1983/1984 bildeten sich die ersten Arbeitsgemeinschaften (AG) und nahmen ihre Arbeit auf. Damals bezogen sich die Themen der AG erst einmal auf das Kennenlernen von Bauelementen der Elektronik und deren Zusammenwirkung in Grundschaltungen. Der Probebetrieb des SRZ begann mit etwa 50 Schülern (überwiegend der Klassenstufe 7). 


Der Anfang

Vor der offiziellen Eröffnung des Schülerrechenzentrums (SRZ) am 15. Oktober 1984 entstand auf Beschluss des Sekretariats der Stadtleitung der SED ein "Technisches Kabinett für Mikroelektronik" (TKME). Diese Maßnahme gehörte zu einem Teil der Vorbereitungen für das im Sommer 1982 stattfindende VII. Pioniertreffen in Dresden. Das neue Kabinett fand seine Heimstatt im Seitengebäude der damaligen 10. POS "Tamara Bunke" auf der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Straße 1, heute Gret-Palucca-Straße. Rechtsträger dieser Einrichtung war der Pionierpalast "Walter Ulbricht", der sich im heutigen Schloss Albrechtsberg befindet.

Zum 1. Mai 1982 eröffnete der damalige 1. Sekretär der SED Stadtleitung, Herr Michel, das Kabinett für Mikroelektronik nur wenige Wochen vor Beginn des VII. Pioniertreffens. Bis zum Ende des Schuljahres 1982/1983 wurde das Technische Kabinett ausschließlich zu Anschauungszwecken bei Vorträgen genutzt.

Mit der Ausstattung des TKME wurde der Betrieb VEB Elektromat beauftragt. Eine Inventarliste aus dieser Zeit ist leider nicht überliefert. Einen Hinweis auf die Einrichtung des TKME gibt die nachfolgende Bestellung von Bohrmaschinen vom 19. März 1982. Ausgelöst wurde sie vom Rat der Stadt Dresden, Abteilung Volksbildung, an das staatliche Kontor für Unterrichtsmittel und Schulmöbel. Dieses Dokument kann man auch als Gründungsurkunde unseres SRZ bezeichnen, da es das früheste schriftliche Zeugnis ihres Vorläufers, des TKME, ist. 


Die offizielle Eröffnung

Das Schülerrechenzentrum nahm nach einjähriger Probezeit mit Beginn des Schuljahres 1984/1985 offiziell seine Tätigkeit auf. 
 
Die feierliche Eröffnung des Schülerrechenzentrums vollzog sich am 15. Oktober 1984 im Seitenflügel der 10. POS dem Sitz des SRZ. Das Schülerrechenzentrum wurde als "Jugendobjekt" im Rahmen des Bezirksjugendobjektes "Mikroelektronik und Robotertechnik" übergeben. An der Eröffnungsveranstaltung nahmen unter anderem Hans Modrow, der damalige 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung, Mitglieder des Rates des Bezirkes Dresden und Dr. Dieter Walter, damaliger stellvertretender Generaldirektor des VEB Kombinat Robotron teil. Nach dem feierlichen Teil erfolgte eine Besichtigung der Arbeitsräume des SRZ und des Technischen Kabinetts Mikroelektronik durch die Ehrengäste und ausgewählten Teilnehmern des SRZ. Die Schüler demonstrierten ihr Können, wie heute beim jährlichen Tag der offenen Tür.


5 Jahre SRZ

Am 17. November 1988 feierte das Schülerrechenzentrum Robotron sein fünfjähriges Bestehen. Das SRZ war zwar offiziell erst am 15. Oktober 1984 eröffnet worden, doch die "Grundsteinlegung" erfolgte ja bereits ein Jahr zuvor. 
 
Das Jubiläum wurde im Festsaal des Rathauses der Stadt Dresden mit einem großen Erfahrungsaustausch eingeleitet und am Nachmittag im SRZ mit einem Rundgang des Generaldirektors des Kombinates Robotron gemeinsam mit dem Stadtschulrat Dresdens fortgesetzt. 


Eine Momentaufnahme

Über den laufenden Betrieb des SRZ in den Achtziger Jahren liegen kaum schriftliche Zeugnisse vor. Ein Schlaglicht wirft die Beratung des "Gesellschaftlichen Rates" im Oktober 1987, der neben dem "Konsortium" das zweite bedeutende Beratungsgremium des Schülerrechenzentrums bis zum Umbruch 1989/90 war. Auf dieser Sitzung wurde diskutiert, wie noch mehr geeignete Jugendliche für das SRZ begeistert werden könnten. Ziel war es, so viele begabte Schüler wie möglich aus den Schulen der Stadt an das SRZ zu führen. Zum damaligen Zeitpunkt lagen etwa 100 Neuanmeldungen für das Schülerrechenzentrum vor. Dabei wurde festgestellt, dass zu wenig Elektronik-Talente unter den Bewerbern waren. 
Außerdem wurde bemängelt, das Lehrer, Eltern und Schüler nur unzureichend über das Schülerrechenzentrum informiert waren. Durch die Erarbeitung eines Handblattes und Pressemitteilungen über das Schülerrechenzentrum sollte ein noch besserer Bekanntheitsgrad erreicht werden. Die Probleme von damals sind den heutigen doch verblüffend ähnlich. 
 
Das SRZ und das TKME verfügten im Herbst 1987 über fünf Mitarbeiter, 18 Arbeitsgemeinschaften, drei Theoriekurse und etwa 233 Schüler (52 davon Mädchen), wobei auch einige Schüler mehrere Arbeitsgemeinschaften besuchten. 


Der Umbruch

Noch vor den politischen Veränderungen im Herbst 1989 wurde im September 1989 der Abtrennungsprozess des SRZ vom Pionierpalast eingeleitet. Diese Trennung vollzog sich sowohl aus organisatorischen als auch aus inhaltlichen Gründen. Am 24. Oktober 1989 fand eine Zusammenkunft des Gesellschaftlichen Rates des Schülerrechenzentrums Robotron statt. Der Stadtschulrat gab auf dieser Sitzung bekannt, dass mit dem Schuljahr 1989/90 das SRZ direkt dem Rat der Stadt Dresden zugeordnet wird. Mitarbeiter und die Haushaltordnung sollten vorerst weiter unter der Regie des Pionierpalastes verbleiben. 
 
Die endgültige Abtrennung des SRZ vom Pionierpalast Dresden erfolgte erst im Januar 1990. Das SRZ wurde dem Schulamt als nachgeordnete Einrichtung unterstellt und dem Schulverwaltungsamt angeschlossen. 
 
Das Kombinat Robotron und sein Nachfolgeunternehmen finanzierte weiterhin die technische Ausrüstung und gewährleistete die entsprechenden Reparaturen und Nachrüstungen. 
 
Im Juni 1991 wurde ein Kabinett des SRZ mit PCs ausgestattet, die auf INTEL-80286-Prozessor-Plattformen basierten. 


Sächsischer Informatikwettbewerb

Das Schülerrechenzentrum etablierte sich Anfang der Neunziger Jahre als feste Größe in der Dresdner Bildungslandschaft und initiierte im Schuljahr 1993/1994 den ersten Dresdner Informatikwettbewerb. Ziel war es, Leistungsvergleichsmöglichkeiten für die Schüler des Schülerrechenzentrums und andere Dresdner Schüler auf dem Gebiet der Informatik zu schaffen. Außerdem sollten mehr Jugendliche für dieses Gebiet interessiert werden. Lehrer und Schüler der Dresdner Mittelschulen und Gymnasien nahmen diese Herausforderung dankbar an. 
 
Auf dem Absolvententreffen der Informatiklehrer an der TU Dresden im Februar 1996 beschlossen die Organisatoren, die Kräfte zu bündeln. Sie gründeten das Organisationskomitee für den Sächsischen Informatikwettbewerb, der aus den beiden Wettbewerbsteilen "Problemlösen mittels Standardsoftware" (für Mittelschulen) sowie "Algorithmierung" und "Programmierung" (für Gymnasien) bestand. 
 
Während sich das Organisationskomitee um alle übergreifenden Fragen kümmerte, wurden die Aufgaben jedes Wettbewerbsteils von je einer Aufgabenkommission erarbeitet. 
 
Wegen des großen Interesses, auch außerhalb von Dresden, wurde der dritte Wettbewerb 1997/98 auf ganz Sachsen ausgeweitet und seitdem jährlich als "Sächsischer Informatikwettbewerb" ausgetragen. 
 
Im Jahre 2003 beteiligten sich etwa 4500 Schüler aus ganz Sachsen daran. 
 
Als Partner dieses Wettbewerbes treten vor allem die Fakultät Informatik der TUD und der Landesverband sächsischer Jugendbildungswerke (LJBW) auf. 
 
AMD, IBM, Robotron Datenbanksysteme sowie Infineon begleiten und unterstützen den Informatikwettbewerb als Sponsoren. 


Gründung des Fördervereins

Um die weitere Entwicklung des Schülerrechenzentrums unter Mitwirkung von Schülern, deren Eltern und Freunden tatkräftig zu unterstützen, wurde am 12. April 1994 der Förderverein des Schülerrechenzentrums Dresden e.V. gegründet. Der Förderverein selbst ist Mitglied im Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke e.V. (LJBW). Zu den Gründungsmitgliedern im Jahre 1994 zählten: 
 
 Herr Dr. Burmeister (als Vorsitzender), 
 Herr Prof. Dr.-Ing. Dieter Jungmann (als stellvertretender Vorsitzender), 
 Herr Wolfgang Teresiak (als Schatzmeister), 
 Herr Uwe Kunick, 
 Herr Eckart Mönnig, 
 Frau Steffi Heinicke, 
 Herr Sigurd Weinmann, 
 Frau Birgit Winkelmann 
 
Die Bemühungen des Fördervereins liefen bzw. laufen unter anderem auf folgende drei Schwerpunkte hinaus: 
Einwerben von Spenden und Fördermitteln, Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit (Mitwirkung an Wettbewerben und Veröffentlichungen) sowie Herstellung von Kontakten mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Firmen zur fachlichen Zusammenarbeit mit dem SRZ. 


Der Umzug

Dem SRZ standen bis zum Sommer 1994 der nördliche Abschnitt des 2. Stockwerkes des Schulhauptgebäudes sowie große Teile des Seitenflügels der 10. Mittelschule (Sportmittelschule) zur Verfügung. 
 
Das Seitengebäude musste jedoch wegen ungeklärter Eigentumsverhältnisse abgerissen werden. Ein Aus- bzw. Umzug aus dem Seitenflügel in die vorhandenen Räumlichkeiten des Hauptgebäudes war deshalb erforderlich. Es erfolgte eine Neuaufteilung der bisherigen Flächen und woraus der noch heute so vorhandene Grundriss mit der Nutzung dreier Computerkabinette, einem Elektronikraum und zweier Büroräume entstand. 


Die (Beinah-) Schließung

Während Bundespolitiker mehr Geld für Bildung propagierten, strich die Stadt Dresden dem Schülerrechenzentrum im Jahre 1999 für das folgende Haushaltsjahr die Gelder. Die Einrichtung stand kurz vor dem Aus. Ohne Beteiligung der Mitarbeiter und Lehrer des SRZ wurde vom Schulverwaltungsamt eine Vorlage erarbeitet, die zwangsweise zur Schließung des Schülerrechenzentrums geführt hätte. Diese sah die Weiterführung des SRZ im Rahmen der Jugendvolkshochschule vor. Dank des guten Rufes des Schülerrechenzentrums fand die bevorstehende Schließung in den regionalen Medien einen starken Widerhall. 
 
Im letzten Moment gelang durch die Initiative des Fördervereins die Rettung des SRZ. Obwohl noch nicht alle Details geklärt waren, stand Ende Mai 2000 fest, dass das Schülerrechenzentrum in seiner ursprünglichen Form erhalten bleibt und die Technische Universität Dresden ab dem Schuljahr 2000/2001 die Trägerschaft übernimmt. 
 
Unter der Leitung des Kanzlers der TUD, Alfred Post, einigten sich Vertreter der Stadt Dresden, des Freistaates Sachsen, der Wirtschaft und der Fakultät Informatik der TUD mit dem Leiter des SRZ auf ein gemeinsames Konzept. Die Technische Universität Dresden ist laut Vereinbarung der inhaltliche Träger, die Stadt sichert den räumlichen, das Kultusministerium den personellen und private Firmen den technischen Betrieb ab. 
 
Die neue Trägerschaft bedeutet neben politischer Unterstützung auch eine bessere Anbindung an wissenschaftliche Prozesse durch die fachliche Zusammenarbeit mit den Fakultäten Informatik, Elektronik und Wirtschaftswissenschaften der TU Dresden. 


Der Neuanfang

Im Zuge der Umstrukturierung am Schülerrechenzentrum erklärte sich Infineon Technology Dresden im Februar 2001 bereit, einen großen Teil der inzwischen gealterten Technik durch moderne Computer zu ersetzen. Für insgesamt 150.000 DM wurden zwei PC-Kabinette einschließlich Server und Zubehör komplett neu ausgestattet, Multimedia-Technik angeschafft und die Ausrüstung des Elektronik-Labors modernisiert.

Die feierliche Wiedereröffnung fand am 1. Februar 2001 in den Räumen des Schülerrechenzentrums statt. Das Schülerrechenzentrum Dresden ist nun eine Betriebseinheit der Fakultät Informatik der Technischen Universität Dresden und versteht sich als Zentrum der Begabtenförderung von Schülern in den Bereichen Informatik und Elektronik. 

Mit 140 Anmeldungen von Jugendlichen aus Dresden und Umgebung im Schuljahr 2001/2002 gab es einen sehr erfolgreichen „Neuanfang“ für das SRZ.


Neue Kursarten

Ab dem Schuljahr 2004/05 wurde für informatikbegeisterte Schüler der 10. Klassen ein verkürzter Grundkurs Informatik 1, welcher nur für das 2. Schulhalbjahr konzipiert wurde, angeboten. Dieser Kurs begann direkt nach den Winterferien. Ebenso wie bei den Jahreskursen wurden auch hier die Leistungen bewertet und die Schüler fertigten ein eigenes Projekt an. 

Seit dem Schuljahr 2005/06 werden bei freien Kapazitäten neben einem verkürzter Grundkurs Informatik 1 auch ein Grundkurs in Elektronik und ein Vorbereitungskurs Informatik angeboten sowie weitere Sonderkurse, welche alle für ein halbes Schulhalbjahr erstellt wurden.


Schulübergreifender Grundkurs

Seit dem Schuljahr 2005/06 besteht für interessierte Schüler der Klassenstufen 11 und 12 die Möglichkeit, an einem Kurs des Schülerrechenzentrums Dresden teilzunehmen und sich diesen Kurs als Abiturwertungskurs Informatik an der Schule anrechnen zu lassen sowie in die Abiturwertung einzubringen. Dies wurde dem Schülerrechenzentrum am 29.10.2004 vom Regionalschulamt Dresden schriftlich bestätigt.

Für die Anerkennung als Abiturwertungskurs sind die Aufbaukurse Informatik 2 und Informatik 3 am SRZ vorgesehen. Voraussetzung für die Teilnahme an einem dieser Kurse ist das erfolgreiche Absolvieren des Grundkurses Informatik 1 am SRZ oder gleichwertige Kenntnisse, die durch einen Aufnahmetest nachzuweisen sind. 


Das Schulgebäude im Wandel der Zeit

Zum Ende des Schuljahres 2006/07 zog die 10. Sportmittelschule aus dem Schulgebäude Gret-Palucca-Straße aus, um ihre neuen Räumlichkeiten im Ostragehege zu beziehen. Im darauffolgenden Schuljahr 2007/08 nahm die private Ganztagsgrundschule des IBB Dresden ihren Unterricht im Erdgeschoss des Gebäudes auf. 

Parallel dazu zog im Schuljahr 2008/09 das neugegründete Gymnasium Bürgerwiese ins Schulhaus ein. Da das Gymnasium erst am Wachsen war, reichte vorerst die 1. Etage für den alltäglichen Schulbetrieb aus, aber schon im Schuljahr 2009/10 konnte, durch den Auszug der privaten Ganztagsgrundschule, das gesamte Schulgebäude genutzt werden. Die Renovierungsarbeiten des Gymnasiums Bürgerwiese führten dazu, dass auch die PC-Kabinette des Schülerrechenzentrums einen neuen Anstrich bekamen.


Auszeichnung der besten Jahresarbeit

Unternehmen im Netzwerk Software Saxony sponserten erstmals im Schuljahr 2007/08 einen Sonderpreis für Jahresarbeiten am SRZ Dresden. Die Ausbildung, Förderung und Gewinnung des richtigen Nachwuchses war und ist für diese Unternehmen der sächsischen IT-Industrie ein wichtiges Anliegen. 

Der 1. Preis im Schuljahr 2007/08 wurde erstmalig an Markus Wutzler aus dem Kurs „Algorithmen und Datenstrukturen“ mit seinem Projekt „student.ORG“, eine Webanwendung zur Verwaltung von schulischen Daten, vergeben. 

Das Schülerrechenzentrum hat die Auszeichnung der besten Jahresarbeit seit der Vergabe des Software-Saxony-Preises fortgeführt und lädt jedes Jahr die verschiedenen Vertreter aus der Wirtschaft zur Wahl der besten Jahresarbeit am SRZ ein. Die Auszeichnung findet alljährlich im Rahmen des Tages der offenen Tür des Schülerrechenzentrums statt und wird durch eine Jury, bestehend aus Unternehmensvertretern, gekürt.


25 Jahre SRZ

Am 8. Dezember 2009 um 16:30 Uhr feierte das Schülerrechenzentrum der Technischen Universität Dresden im Fritz-Löffler-Saal des Kulturrathauses Dresden sein 25-jähriges Bestehen. Ein abwechslungsreiches Programm mit interessanten Gästen wurde für die Besucher organisiert.

Seit der Eröffnung des SRZ am 15. Oktober 1984 haben über 2500 Schüler informatische und elektronische Kenntnisse vermittelt bekommen. Die meisten Schüler bleiben dem gewählten Weg treu. So bearbeiten ausgewählte Schüler Projekte in Firmen oder absolvieren bereits neben der Schule Lehrveranstaltungen an der Fakultät Informatik. Auf diese Weise konnten mehrere Schüler bereits vor Studienbeginn erste Prüfungen erfolgreich ablegen. Einige ehemalige SRZ-Schüler haben inzwischen selbst erfolgreiche IT-Firmen gegründet, wie zum Beispiel Herr Thomas Herrmann, Vorstandsvorsitzender der Dresdner Firma Entiretec.

Zur Jubiläumsveranstaltung, die von der Saxonia Systems AG organisiert wurde, konnte die Posterausstellung "Das SRZ - Projekte von Schülern" vom Dresdner Schülerrechenzentrum eröffnet werden. Diese Wanderausstellung war anschließend auch bei weiteren Veranstaltungen zu besichtigen, wie z. B. bei der Langen Nacht der Wissenschaften, dem Schulinformatiktag an der Fakultät Informatik oder bei Firmen wie der Communardo Software GmbH, der T-Systems Multimedia Solutions GmbH und Globalfoundries in Dresden. 


Der erste Firmentag

Um den Kontakt zwischen Schülern und Firmenvertretern herzustellen, fand im Dezember 2009 der 1. Firmentag am Schülerrechenzentrum statt. In persönlichen Gesprächen bewarben sich die Schüler um die Mitarbeit in einem Firmenprojekt. Ausgewählte Schüler erhielten dann die Möglichkeit, sich bei der Umsetzung der Projekte zu beweisen. Am ersten Firmentag beteiligten sich u. a. IBM, T-Systems Multimedia sowie Communardo. 

Der Firmentag findet seit 2010 jährlich am zweiten Mittwoch nach den Oktoberferien statt. Weitere Unternehmen wie SAP, Entiretec, queo, i.s.X., Thalheim-Spezial-Optik und das SHD Systemhaus Dresden konnten seitdem zur Unterstützung von Projektarbeiten gewonnen werden.


Projektarbeiten mit IT-Unternehmen

Ab dem Schuljahr 2009/10 hatten ausgewählte Schüler die Möglichkeit, ihre Jahresarbeit bei einem ortsansässigen IT-Unternehmen erstellen zu können. Gemeinsam mit der Dresdner Firma Communardo Software GmbH entstand in dem Schuljahr 2009/10 das Projekt „Speiseplan“, bei dem drei Schüler den Kantinenplan als datenbankgestützte Web-Applikation umgesetzt haben und gleichzeitig verschiedene Clients, unter anderem für das I-Phone, entwickelten.  Unter aktiver Betreuung durch Kollegen der T-Systems Multimedia Solutions GmbH wurde von einer weiteren Schülergruppe ein Projekt zur Verwaltung eines umfangreichen Foto-Archivs erarbeitet.  Alle Schüler erhielten für diese Projekte gute oder sehr gute Noten.


Stipendienvergabe

Die Saxonia Systems AG fördert seit dem Schuljahr 2009/10 die Mädchenbeteiligung am Schülerrechenzentrum mit der Vergabe von zwei Stipendien.  Dabei ist die Erfüllung von zwei Kriterien zu beachten: Die Schülerin müssen erfolgreich einen Kurs im SRZ abgeschlossen haben und einen weiterführenden Kurs im aktuellen Schuljahr besuchen.


Neue Technik für das SRZ

Mit Beginn des Schuljahres 2011/12 konnte der neue Server, welcher dem Schülerrechenzentrum durch die TU Dresden und der Firma interface systems GmbH zur Verfügung gestellt wurde, in Betrieb genommen werden.

Im Dezember 2011 erhält das Schülerrechenzentrum Dresden durch die SAP Deutschland AG & Co. KG eine große Geldspende für die Anschaffung von zwei neuen PC-Kabinetten. Auch die Communardo Software GmbH beteiligt sich an der Anschaffung der Kabinette und der Modernisierung des Elektronikkabinetts.

Zum Ende des Jahres 2012 konnte die Saxonia Systems AG als neuer Sponsor gewonnen werden. Saxonia Systems erklärte sich bereit, das SRZ bei der Aktualisierung der Computertechnik aktiv zu unterstützen. Mit dieser Zusage ist der Weg für die Erneuerung des dritten PC-Kabinettes frei.  Wir danken der SAP Deutschland AG & Co. KG sowie der Saxonia Systems AG recht herzlich für ihr starkes Interesse an unserer Einrichtung.


Umzug in neue Räume

Mit Ablauf des Schuljahres 2013/14 standen die Planungen für den bevorstehenden Umzug des Schülerrechenzentrum im Fokus der Mitarbeiter. Emsig wurde das ganze SRZ in Kisten verpackt. Jeder freie Tag musste zum Aussortieren, Entsorgen und Stapeln verwendet werden. In der letzten Ferienwoche erfolgte dann schließlich der Umzug in den benachbarten Neubau des Gymnasiums Bürgerwiese. Mit Beginn des Schuljahres 2014/15 konnten schließlich zwei neue Büroräume, ein Elektronikkabinett und drei Computerkabinette eingeweiht werden. Passend dazu wollten in diesem Schuljahr so viele Schüler_innen einen Kurs am SRZ besuchen, wie schon lang nicht mehr.